Wildenauersteig (Hohe Wand)


Das Gute liegt oft so nahe. Diesen Spruch nahm ich mir zu Herzen um mal dem Westteil der Hohen Wand rund um die Hohe Kanzel, quasi auf den Zahn zu fühlen.
Start der Erkundungstour war diesmal Oberhöflein. Als erstes folgte ich der roten Markierung und erreichte schnell das Hubertushaus über den Springlessteig. Diesen wieder absteigend bis zum Wandfuss, den blauen Markierungen folgend bis zum Wagnersteig. Dieser wurde offensichtlich "wienersicher" gemacht, indem mehrfach auf darauf hingewiesen wurde, das der Steig nur für geübte geeignet sei. Fraglich ist geübt in was? Im Ennstal ist warscheinlich in vielen Fällen der Weg zum nächsten Nachbaren wesentlich mehr Action als der Wagnersteig ;)

Der Abstieg erfolte westlich einem kleinen Steig folgenden, vorbei an gut besuchten Kletterwänden. Nach einer kurzen Pause bei den Kollegen der Bergrettung, die an einer Wand (7+) übten, erfolgte wieder über den Wandfuss der Anstieg zum Wildenauersteig.
Im Kletterführer mit C-D angegeben, ist der Steig durch die Besonderheit nur durch Klammern gesichert zu sein, besonders interessant. Der Hinweise auf Seilbenutzung erscheint mir in diesem Fall sinnvoll, da das Umhängen der Sicherung infolge der zum Teil doch recht hohen Abstände der Klammern, manchmal nicht ganz einfach ist ;) Auch der Durchstieg durch die Höhle ist mit nachgezogenem Rucksack einfacher.
Der Wildenauer Klettersteig ist nicht ganz einfach, doch recht ausgesetzt, aber auf jedenfall den Anstieg wert!
Der Abstieg erfolgte wegen dem bereits einsetzenden Regen wieder über den Springlessteig. Zusammenfassend kann man sagen, rund um die Hohe Kanzel ist sicher für jeden was dabei.