Ankogel 3252m (Nationalpark Hohe Tauern)

Der Rüdiger hatte beim letzten MRB Schitag die Idee, wir sollten mal wieder eine ordentliche Schitour auf einen richtigen Berg machen. Gesagt, geplant, getan. Das Ziel war der Ankogel in den Hohen Tauern. Treffpunkt war Rüdigers Dienststelle, die Kaserne in St.Johann im Pongau, dort mussten wir meinen neuen Bezinkocher testen und bei ein paar Bier den Plan besprechen. Am Samstag Morgen Anreise mit dem Auto bis Böckstein, dann im Personenzug durch die Tauernschleuse. Von Mallnitz aus mit dem Bus zur Ankogelbahn, mit dieser rauf auf den Berg. Das Wetter war nicht so schlecht, aber der Wind soll sich zu Mittag legen. Tat er aber nicht, Krisensitzung, wir beschlossen trotz Sturm auf den Gletscher Richtung Ankogel aufzubrechen.

Der Aufstieg mit der Biwak Ausrüstung kann als "Schinterei" bezeichnet werden. Am Fuße des kleinen Ankogel fanden wir schließlich eine Schneewechte welche wir nach dem sondieren als unser Nachtquartier erwählten. Das Biwak sollte eine Mischung aus Schneehöhle und "Schuttinger" werden. Mit vereinten Kräften wurden in 2 1/2 Stunden eine Schneehöhle für 4 Personen gegraben, ein Kochplatz eingerichtet und für die Nacht alles klar gemacht.

Da wir noch ein paar Stunden Licht hatten, nahmen wir noch den Berg in Angriff. Der Sturm war aber nicht ohne, trotzdem erreichten wir noch vor Sonnenuntergang den kleinen Ankogel. Nach unserer Rückkehr gabt es heißes Chili und Bier, welch ein Festmahl! Die Nacht war sehr stürmisch und für einen richtig kalt, unser Heer spart nicht nur bei den Panzern sondern auch bei der Ausrüstung des Kaders. Am Sonntag war das Wetter leider noch schlechter, der Sturm hatte zugenommen, die Gipfel hingen immer wieder in den Wolken. Aber Rüdiger und ich wollten den großen Ankogel machen, so brachen wir mit den Schiern vom Biwak aus auf die Radeckscharte auf. Von der Scharte aus mit den Steigeisen auf den kleinen Ankogel, den Grad folgend über die Ostseite auf den Ankogel Gipfel. Nach ein paar Gipfelfotos folgte der 2000hm Abstieg nach Böckstein. Über die Radeckscharte mit den Schiern den Radeckkees runter bis in die verfallene Alm.Es folgt ein mühsamer Fußmarsch von 2 1/2 Stunden mit vollem Gepäck bis zur Bahnstation Böckstein. Aber, trotz der Mühen werden wir das mit dem Biwak auf einem 3000er inklusive Gipfel im Winter wiederholen!