Schartenspitz (Grimming)

Am Wochenende war es wieder soweit, ein weiterer Punkt auf der Löffel-Liste wurde abgehackt. Für alle die die Löffel Liste nicht kennen, das ist eine Liste der Dinge die man machen sollte bevor man den Löffel abgibt.
Diesmal das Tages Ziel, der Schartenspitz. Für alle die jetzt nicht wissen welcher Gipfel am Grimming der Schartenspitz ist, das ist jener Gipfel westlich vom Hohen Grimming, der von Gröbming aus aussieht wie die höchste Erhebung. Grundsätzlich ist der Schartenspitz ein wesentlich schönerer Gipfel als der Hohe Grimming, der ja auf der Nordseite eher Grashügel als ein Alpingipfel ist. Leider ist der Grimming um 31 Meter höher, aber jeder der mal oben war ...

... und nach West in Richtung Dachstein blickt, weiss welcher Zinken der eigentlich würdige Gipfel der Kette ist.
Mangels Partner der die Fuhre mitmachen wollte/konnte, war wieder einmal Free Solo angesagt. Aufbruch vom Kulmer um 5:40, Aufstieg übers Schattenkar, direkt unter der Scharte nach rechts raus in Richtung Heil.
Einen Kamin hoch auf den Grat, diesen folgend über diverse Nadeln gings auf den Schartenspitz. Welch ein herrlicher Gipfel, nach genau 3 Stunden war ich am Tagesziel!
Im 11 Jahre alten Gipfelbuch sind erst gaaanz wenige Seiten beschrieben…
Nach einer kurzen Jause, geht’s weiter nach Osten, ab kletternd dem Grat folgend in die Grimmingscharte, nachdem die Route nicht täglich wiederholt wird gibt’s keinen Trampelpfad, Alpine Wegesuche ist angesagt. Einmal südlich, einmal nördlich oder direkt am Grat entlang, über diverse echt ausgesetzte Stellen, Nadeln und Scharten in 2h rauf auf den Hohen Grimming.
Wer war schon mal alleine am Grimming Gripfel? Der Blick auf den Schartenspitz und den zurückgelegten Weg war herrlich.
Der Blick nach Westen lies die Rast aber recht kurz ausfallen. Von Mitterndorf zog schon der Nebel hoch, auch die Wolken brachte der Strum der schon den ganzen Vormittag gib rasend schnell näher. Also hurtiger Abstieg über den nördlichen Normalweg ins Kar. Auf halben Weg im Abstieg kamen mir im Nebel noch 2 echt mutige entgegen, die Kameraden waren erst im Aufstieg. Die Frage wie weit es dennoch wäre lies mich darauf schließen das sie nicht wirklich wegekundig waren. Meinen Hinweise das es sicher noch eine ½ Stunde bis zum Gipfel ist und das schlechte Wetter sehr schnell aufzieht beantworteten sie mit einem Danke und komm gut runter. Naja, muss jeder selber wissen, ich hoffe sie hatten keine harte Nacht in der Biwak Schachtl.
Genau am Fuße der letzten Steilstufe kam ganz ordentlich der Regen, aber Solo konnte ich selber Tempo machen und war genau 2h nach dem Start am Gipfel wieder im Auto, auf dem Nachhause Weg zu Schwiegermama, das Mittagessen wartet schon.
Gesamt ist die Fuhre eine echt nette Runde, Solo kann man sie am Vormittag machen, ein Seilpartner wäre aber anzuraten.