Alois-Günther-Haus (Rettenegg - Zwieselbauer - Stuhleck)

Der Winter ist ja heuer wieder ein Traum, halt leider vom Typ Alptraum. Bis Silvester +10 Grad, dann Schneefall Ende nie und Dauer-Lawinenwarnstufe 4. Was will man da machen? Bei Regen in Neustadt starten der Sepp und ich in Richtung Stuhleck, von der Rettenegg Seite. Geparkt wurde vor dem Steinbruch unterhalb des Zwieselbauern. Das Spuren im Aufstieg über die Leit'n hinter dem Zwieselbauern war dank der 40cm Neuschnee entsprechend anstrengend. Zum Glück kamen aber immer wieder neue Kameraden von unten nach, und so waren wir am Ende 6 Leute die die Spur zogen. Oberhalb der Waldgrenze war wieder übliches Stuhleck Wetter: 10 Meter Sicht und Sturm von NW, 0 Schnee, blankes Eis auf den Steinen. Nach einem Bier und einer warmen Suppe im Alois-Günther-Haus ging es wortwörtlich, die ersten 300m den Grat entlang runter zur Abfahrt. Die Abfahrt durch den Wald war wie erwartet, einfach geil. Die Leit'n selbst ist für 40cm zu flach, und weiter unten war der Schnee schon gesetzt und damit zu schwer als das es die perfekte Pulver Abfahrt gewesen wäre. Gesamt war die Tour aber trotzdem super!

Notfallintensivtraining (Planneralm)

Um auf den Worst Case am Berg bestmöglich vorbereitet zu sein, haben wir, das sind diesmal Mike, Martin, Sigi und ich, bei den Naturfreunden ein 3 tägiges Notfallintensivtraining absolviert. Ziel der Ausbildung war es unser bereits erlerntes Know How bezüglich Lawinen und Bergunfälle aufzufrischen und zu vertiefen. Vor allem die LVS Übungen mit vergrabenen Dummys war super, unsere Bergführer bemühten sich die Übungen realistisch anzulegen, so kamen wir trotz der extrem schlechten Witterung immer wieder ordentlich ins Schwitzen. Ein Teil des Trainings war ein Biwak in einer Schneehöhle, wobei wir unser KnowHow vom Ankogel gut nutzen konnten. Der Biwak war nicht zu letzt dank der neuen Daunen Luftmatratzen warm und ich habe sehr gut geschlafen.

Hoyoschgraben (Schneeberg)

Weihnachten ist rum und vor dem Fenster in Neustadt sieht es aus wie im Oktober: kein Schnee und Nebel. Trotzdem wollten wir, das sind bei diese Tour: Felix, Rüdi, Rudi und ich, mal am Schneeberg nach dem Schnee schauen. Als Aufstiegsweg haben wir uns den Hoyoschgraben ausgesucht. Leider gab es noch keine Spur, so übernahm Felix im Wald die Führung und führte uns wie ein Spürhund ohne Umkehr durch den Wald und Latschen-Gürtel.
Am Plateau angekommen war überraschend viel Schnee. Im Winterraum der Fischerhütte stärkten wir uns bei einem Bier und es folgte die Abfahrt über den Schneegraben.

Wie auf einer Piste, fest gepresster Schnee, herrlich zum Abfahren, zum Glück war auch wieder Erwarten nix los. Nur Iris und Susi im Aufstieg sind uns untergekommen. Die Schneekanonen in Losenheim haben uns letzten Endes ein Abfahrt bis zum Parkplatz sichergestellt, so war unsere erste Tour auf jedenfalls besser als erwartet.

Am Limit

Die Huber Buam in Action.
Anita und ich waren dort und haben uns angeschaut wie steil und groß die Wand ist.

und JA, die Wand ist gewaltig! Nachfolgend eines der Bilder aus unserer Bildergalerie ...

Mount St. Elias

Wer glaubt er hat schon viel am Berg gemacht, der schaut sich das an...

PS: ... und wenn wer vor hat das zu wiederholen, bitte melden, ich bin dabei!

Nordwand Kletterhalle (Wolkersdorf)

Um mal wieder was neues auszuprobieren, waren wir diesen Samstag nicht in der Südwand sondern in der Nordwand Kletterhalle. Nach Wolkersdorf ist es zwar von Neustadt um einiges weiter als nach Perchtoldsdorf, aber die umgebaute Tennishalle erinnert an die Kletterhalle in Linz und ist wirklich sehr nett aufgebaut. Besonders positiv fällt das Cafe bzw. Restaurant ins Auge, das ist ja in der Südwand eher eine Problemzone. In der Südwand fehlt der Platz für Pausen mit einer Jausenstation und einer echten Chillout Zone. Einzig die Länge der Routen ist durch die mangelnde Hallenhöhe mit ca 8m in Wolkersdorf ein kleines Manko. Dafür gibt es einen echt netten Mix der Routen, viele 4er und 5er sind zwischen den 6er, 7er und 8er Routen montiert, dies macht natürlich für alle die die oberen Grade nicht klettern viel mehr Spaß, weil nicht ganze Wände unbestiegen bleiben. Auch ganz nette ist die Glocke an der Decke über dem Bogen, diese erreicht man durch diverse 6er im Vorstieg. Als Belohnung für die Schinderei im Übergang gibt es beim läuten eine "Manner" Stärkung. Selbstverständlich habe ich für die Anita eine geholt ;)

Schwarzgrabenkante (Tirolersteig, Hohe Wand)

Im Sommer am Weg durch den Tirolersteig auf der Hohen Wand sind uns gleich mehrere interessante Varianten aufgefallen, eine davon ist die Schwarzgrabenkante. In Seilschaft mit der Iris waren die ersten beiden Seillängen am klassischen Tirolersteig bis zur Abzweigung an der Gedenktafel, links auf die Kante, sozusagen ein verlängerter Zustieg. Die Schwarzgrabenkante selbst ist wirklich eine super Seillänge, gleich zu Beginn kann man die Kante links oder rechts nehmen, richtig schön, nicht zu schwierig und perfekt mit Polts abgesichert. Der im Anschluss links folgende Hangelquergang ist wirklich super, allerdings finde ich die Bewertung mit 4 doch etwas untertrieben. Im Quergang hatte ich wirklich bereut den Kalkbag nicht ausgepackt zu haben. Nach dem Quergang kommt man wieder auf den klassischen Steig zurück. Aus Zeitmangel konnten wir leider die letzte Seillänge, den Ausstiegriss nicht mehr machen, wir mussten abkürzen um zu Mittag wieder zuhause zu sein.

Kalbling Südgrat, Variante "Paul" (Ennstaler Alpen)

Ich war heute wieder am Berg unterwegs, diesmal mit dem Paul, und es war wieder ein Traumtag!
Der Zustieg erfolgte von der Oberst-Klinke-Hütte in der Kaiserau über den Normalweg bis zum Einstieg in den Südgrat. Wer den Kalbling nicht kennt, das ist der 3. Berg links vom Admonter Reichenstein, den hab ich übrigens auch noch auf der Liste. Nicht nur das Wetter, es war richtig schon warm, auch die Route am Südgrat war die beste Alpine Fuhre die ich bisher gemacht habe. Die Schlüsselstelle (6-) ist die neue Querung, schön ausgesetzt, welche direkt über den Grat auf die Westseite führt. ...

Panorama Kalbling Südgrat

Nachfolgend einige Panorama Bilder vom meiner Fahrt am Kalbling Südgrat


Duettsteig (Hohe Wand)

Das Wochenende naht und die Wettervorhersage ist prächtig, am Freitag Nachmittag gab es eine kurze Diskussion wohin es am Samstag gehen sollte, Eichertsteig oder doch der Draschgrat in einer Variante? Naja, am Morgen wurde kurzer Hand der Parkplatz hinter dem Ramhof angesteuert, da war dann auch wirklich klar wo wir heute hinwollen.
Der übliche kurze Zustieg zum Wandfussteig und diesem folgend war auch klar, heute ist viel los. Überall sah man Seilschaften, leider auch am Einstieg zum Draschgrat auf der rechten Rampe. Kurz überlegt, schauen wir uns die beiden Varianten links an?
Der Einstieg zur Route "Traum und Wirklichkeit" sieht knackig aus, dann muss es wohl der Duettsteig sein. Meine Partnerin an diesem Tag, die Iris, war zuerst etwas kritisch, sie war am Draschgrat light einmal gescheitert, weil sie sich verstiegen haben. Aber einmal gut zureden und schon waren wir am Duettsteig unterwegs. Die ersten beiden Seillängen sind echt ein Traum, wunderbare Kamin und Spaltenkletterei am festen Fels ...
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